Landrat Frank Scherer besucht ASW - 12.07.2010

Bei einem Besuch der ASW in Offenburg konnten sich Landrat Frank Scherer und Sozialdezernent Georg Benz von der Innovationskraft der sozialen Einrichtung überzeugen

Bei einem Besuch der Albert-Schweitzer-Werkstätten in Offenburg konnten sich Landrat Frank Scherer und Sozialdezernent Georg Benz ein Bild von der Erweiterung des Leistungsportfolios machen. Mit dem Geschäftsmodell „Daten, Dokumente + IT-Equipment-Services versucht die Werkstatt eine möglichst sichere Beschäftigung für Menschen mit Behinderung zu schaffen, die eine relative Unabhängigkeit von arbeitsmarktpolitischen Schwankungen ermöglicht.

 

 

Interessiert lauschte Herr Scherer den Ausführungen des Geschäftsführers der ASW+W GmbH Achim Feyhl. Dabei lobte er die durchgängig qualitativ hochwertige Arbeit der Grünen Hand im Weingut St. Andreas. Gerade einfache Arbeiten mit hoher Kontinuität sind oft Voraussetzung für eine befriedigende Arbeit für Menschen mit Behinderung.

Der Wirtschaftskrise 2009 und den veränderten Produktionsbedingungen hin zu kleineren Losgrößen ist es geschuldet, dass die ASW neue Wege in Sachen Beschäftigungssicherung geht. Mit „Daten, Dokumente + IT-Equipment-Services“ entsteht in der sozialen Einrichtung ein Geschäftsmodell, das in der Ortenau einzigartig in seiner Geschlossenheit ist. Von der Archivräumung, der Digitalisierung von Dokumenten über die zertifizierte Daten- und Aktenvernichtung bis zur Aufbereitung bzw. umweltgerechten Entsorgung abgeschriebener Hardware bietet die ASW einen Rundum-Service. Verschiedene Unternehmen fungieren als Kooperationspartner, als Auftragsgeber und Auftragsnehmer. Das Besondere ist hierbei, dass Kunden nur noch einen Ansprechpartner (Projektleiter Bernd Erb) in der ASW haben, der dann die logistische Feinarbeit übernimmt.

Die ASW vereint damit Einzelservices unter einem Dach, die zwar weiterhin von den kooperierenden Unternehmen erbracht werden aber letztlich aus „Einer Hand“ stammen. Menschen mit Behinderung werden teilweise Arbeiten in den Unternehmen verrichten, die im Niedriglohnsektor sonst nicht rentabel wären. Oft werden diese Bereiche ins Ausland verlagert.

Landrat Scherer sagte am Ende eines Rundgangs durch die Werkstatt zu, gerne als Multiplikator das innovative Geschäftsmodell zu unterstützen.