"Wir wissen viel zu wenig voneinander" - 30.05.2017

Mit einem Themenabend am 23. Mai 2017 startete das Projekt "Nordwest - alle inklusive" im Offenburger Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach.

Bürger und Einrichtungen im Offenburger Stadtteil Nordwest stellen ihr Quartier auf den Prüfstand. Wie aufgeschlossen ist das Miteinander tatsächlich? Wie lassen sich Vorbehalte und Berührungsängste aus dem Weg räumen? Gemeinsames Ziel: ein unbehindertes Miteinander für alle - für Junge und Alte, für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln, für Bürger mit und ohne Behinderung.

Rund 30 Bürger sowie Vertreter verschiedener Einrichtungen und Vereine fanden sich am vergangenen Dienstag zur Startveranstaltung "Nordwest - alle inklusive" im Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach ein. Für eine erste Bestandsaufnahme erarbeiteten die Teilnehmer, wo ein Miteinander im Stadtteil bereits funktioniert und wo noch Verbesserungen möglich sind. Die Multikultigesellschaft in Nordwest spiegelte sich auch bei der Veranstaltung wider. In bunt gemischten Gruppen tauschten sich Jugendliche und Senioren aus. Menschen mit und ohne Behinderung erzählten über ihre Erfahrungen im Alltag.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass die Offenheit im Stadtteil stimmt. Vorurteile gebe es selten. Aber: "Wir wissen viel zu wenig voneinander", stellten die Teilnehmer fest. Wie sich Vernetzung und Austausch verbessern lassen, dafür gab es an diesem Abend noch keine Lösung. Die Umsetzung gehört zu den nächsten Schritten des Projekts "Nordwest - alle inklusive".

Gemeinsam mehr erreichen

Die Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch und das Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach initiieren und begleiten das Inklusionsprojekt, das von Aktion Mensch gefördert wird. Der Themenabend war ein gelungener Start, sind sich die Initiatoren einig. Erste Aufgaben sind durch die Teilnehmer bereits formuliert.

"Nordwest lebt durch seine Vielfalt. Ziel ist es, dass alle gleichberechtigt am Leben hier im Quartier teilhaben können, unabhängig von Alter, Sprache, Herkunft oder Handicap", betonte Stefanie Henninger-Kusch von der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch. 

"Die Hindernisse sind gar nicht so hoch, man muss sie nur anpacken und aus dem Weg räumen" so das Fazit von Simone Müller vom Stadtteil- und Familienzentrum. "Schön wäre es, wenn mehr Bürger, Vereine und Einrichtungen in Nordwest bei diesem Projekt mitmachen."

Info und Kontakt
Stefanie Henninger-Kusch, T 0781 9225-65, stefanie.henninger-kusch(at)lebenshilfe-offenburg.de
Simone Müller, T 0781 639188-15, simone.mueller(at)offenburg.de